Castoso - Der Mühlenkrieg 17.06.-19.06.2011

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    • Castoso - Der Mühlenkrieg 17.06.-19.06.2011

      Renard 'le Boucher' Danton ist tot. Das mal vorweg. Wie es dazukam und alles hier im Folgenden.

      Location

      Das Utopion Larp-Gelände in Bexbach wo wohl auch das Epic Empire immer stattfindet. War nicht leicht zu finden. Und auf dem Gelände selbst wußte ich auch erstmal nicht wohin fahren (da fehlte mir ein Wegweiserschildchen der Orga). Aber ansonsten: grandioses Gelände. Sollte ich jemals einen Schlachtencon machen würde ich den wohl dort stattfinden lassen. Tolles Aufmarschgebiet.

      Nachteil war aber die Ansage der Orga "Zeltet wo ihr wollt, wir wollen keine Trennung nach den beiden Fehdeparteien haben". Die Folge war, dass die Zelte teilweise gefühlte km auseinanderlagen, zumal da einige sich besonders abseits hinpackten, wo sie dann auch bleiben wollten für ein nächste Woche anstehendes Manöver. oO

      Toiletten gab es an zwei Orten auf dem Gelände, Duschen nur etwas weiter weg je Geschlecht zwei Stück, wenn ich das recht interpretiert habe. Bei 70 Spielern ok, wären es mehr würde das zu Schlangen führen denke ich. KA ob dann bei mehr Spielern mehr Container aufgestellt würden (waren nämlich Duschcontainer). War alles recht sauber.

      Extrem störend war die abendliche Disco in der Nähe (oder sowas) die Freitag und Samstag spielte sowie einige Dorfjugendliche am Samstag, die auf das Gelände eindrangen und dümmliche Rufe brüllten.

      Taverne/Verpflegung

      Es gab eine Schenke, die in einem ziuemlich ambientigen Fachwerk/Holzgebäude lag. Allerdings hielte ich mich nur im stockdunkeln da drin auf, kann also wenig dazu sagen. Ansonsten okkupierten die Adligen das bei dem sehr wechselhaft-feuchten Wetter, was mich aber nicht sehr störte.

      Allerdings gabs in der Taverne keinen echten Ausschank sondern praktisch Selbstbedienung. Und da es ununterbrochen Freibier gab wurde diesem ausreichend gefrönt.

      Plot und so

      Herr Cataldo de Donadei und Wilhelm von der brennenden Mühle hatten irgendwann mal aus einer Sauflaune heraus beschlossen dass sie Lust hatten sich zu kloppen und dabei Freunde und Knechte mit hinein zuziehen...so ganz hab ich den grund nicht kapiert. War für mich alles irgendwie vorgeschoben weil man Lust hatte sich "auf's Maul zu geben".

      Ich war dort als vexinischer Spießer Renard 'le Boucher' Danton, auf der Durchreise nach immenhausen, wo ich mich mit dem rest treffen wollte und dachte da wären paar schnelle Kupfer zu holen.

      Naja, erstmal hieß es warten. offiziell sollte es um 18 Uhr IT gehen. um 20 Uhr mit einer prunkvollen Prozession und hinterher mit Musterung der Spießer weitergehen..na Pustekuchen. Fiel alles aus, IT war ich zwar schon ab 20 Uhr, aber da war ich recht alleine, wegen Stau usw. fehlten da wohl noch wichtige Leute. Naja, um etwa 23 Uhr war ich dann wirklich IT weil ich sagt "jetzt oder nie" und auf Teufel komm raus die Leute anspielte. Klappte auch gut, weil ich gleich darauf den Gaston aus Dascon in Aturien (ich hoffe richtig geschrieben) traf, Schmied aus dem Gefolge vom Ritter Ulrich de Sevigny aus Reichenstein. Kurzum: ich wurd dann, da die Söldnerbeschau ausfiel beim Herrn Ulrich angeworben und sogleich bezahlt (also Großzügigkeit wird bei diesem Ritter groß geschrieben! Der gab sein Kupfer mit vollen Händen raus).

      Einige weitere Bekanntschaften später und angesichts des angekündigtren "um 9 Uhr wecken!" ging ich gegen 2 Uhr ins Bett. Ich war am nächsten Morgen entsprechend fit, sollte ja nach straffen Zeitplan 10:30 Uhr Messe, 13:30 Manöer und 17:30 großes Gekloppe geben...allerdings war der Zeitplan weiterhin für den Eimer. So begab ich mich zu meinem Ritter und stellte mich eilfertig in seine Dienste als Wache zu seinem Lager, während sein grandioser Tross (da war vom Herold, Korporal, Händler, Hebamme, Mädchen für alles, erwähnter Schmied usw. alles dabei) und wurd gleich aufgenommen wie ein Mitgereister. Diese großartige Truppe habe ich es auch zu verdanken, dass dieses WE keine verlorene Zeit war.

      Gegen 14:o0 Uhr gabs sowas wie ein Gegenüberstellen der Ritter mit Herrn Ulrich auf Wilhelms Seite (darunter so bekannte Herren wie der Sigmund von Hohensteyn) und ihrer Leute mit Mini-Messe, um etwa 15:30 marschierten wir zum Manöver, grob um 16:30 Uhr gabs aufs Maul (Zeiten nur grobe Richtlinien). Da gabs leider ein Mißverständnis; wir hatten Herrn Cataldos Worte aufgefasst erst kämpfen die Knechte, wenn von einer Seite keine Knechte mehr stehen greifen die Ritter ein bis eine Seite nicht mehr steht..so etwa. Herr Cataldo interpretierte seine Worte leider so "Ok, wenn deren Knechte kommen stehen unsere im Zentrum und die Ritter verkloppen die von den Flügeln aus". So geriet unsere glorreiche Taktik "Spießerwall kurz vor dem Feind nach links und rechts zu einer Zange öffnen, während aus der Mitte heraus unsere Fernkämpfer zustoßen" leider in ein Desaster weil sich unsere Ritter brav zurückhielten und warteten, während deren schwer gepanzerten Ritter uns Knechte arg vermöbelten. Dabei geschah es auch, das ein Ritter im Blutrausch derart vehement, auf den am Boden liegenden Renard einprügelte, dass selbst ein Nekromant Probleme hätte aus dem Hammermus noch was brauchbares rauszufischen. Und aus wars mit dem Boucher.

      Während die Verlierer Lösegelder zahlen mussten oder ähnliches (Herr Ulrich darf jetzt Hohensteyns Hochzeit mit der Montmiraille ausrichten, na das geht in die Kasse), hob man mir ein Grab aus und ich wurde in bester ceridischer Manier bestattet. Was nicht ganz leicht war mit einer vor Lachen bebenden Leiche (wenn man dann solche Sachen hört wie "Er war ein guter Cerid! "Und er hat nicht hingeguckt, während der Wind mein Kleid über den Knöchel hob" oder "Und unter den Tisch ist er sogar gekrochen um nach Ismiten zu gucken" "Händevoll hat er der Kirche gespendet!"), aber sogar der Herr Ritter hat seine zerstörte Klinge gespendet um dem braven Renard "Sechs Ritter ach was ein Dutzend hat er erschlagen und doppelt soviel Knechte!" ein Grabstein daraus zu geben.

      Anschließend erschien ich als schnell erfundener "Olivier Valois", unterwegs auch nach immenhausen und wollte sich hier mit Renard treffen. Der nahm die Gelegenheit wahr für die "Vexiner Witwen- und Waisenkasse" bei den Herren Rittern zu sammeln. Der Herr Ulrich war wiedermal seeehr großzügig, spendet eine Handvoll Silber und Kupfer, und versprach Renards Witwe sogar 200 Kupferstücke (das 10fache von Renards letztem Sold [Renard wußte gar nicht wie ihm geschah bei den Soldauszahlungen, soviel sackte er ein]).

      Abends gabs mal wieder viel Alkohol und Herr Ulrich verstieg sich zu der Aussage dass seine Knechte um ein vielfaches besser wären als die des Herren Cataldo, wa sin einem flink improvisiertem Theaterstück mündete, in dem die Heldentat dargestellt wurde, wie Herr Ulrich erst die Schlacht bei le Titt und le Titttitt ausfocht, eine Jungfer vor einer fremdländischen Robbe schützte, an der blutigen Klamm einen Hinterhalt zurückschlug, und an der feuchten Feste (in einer Grotte) einen schauriges Ismiten-Heer schlug "yallayalla" und dann mit einem Bombardement seiner "Kanonade" die Festung einnahm..so in etwa. Naja man erkennt deutlich die Allegorie seiner 'Heldentaten'. Es wurde herzhaft gelacht udnes war geradezu ein Höhepunkt dieses Cons für mich als einer der beiden Hügel von le Titt.

      Danach versumpfte der Abend gewohnheitsgemäß.

      Fazit:

      Renard ist tot, was doof ist ein bisschen. Besonders wie. Da war ein Ritter einfach im Blutrausch. Aber extra toll war dafür allgemein der Gewandungsstandard. Ganz hoch angesiedelt im Larpvergleich, vom Ritter biss zum einfachsten Gefolge.
      Das Wetter war bescheiden, wenig Sonne, viel Wind und Wolken und Regen. Letzte Nacht fror ich mir gefühlt einige Körperteile ab. Dass es auch im Sommer so kalt werden kann, dass man bereits gegen 18 Uhr Wölkchen beim Atmen machen kann...oO

      Hätte ich nicht den Herrn Ulrich und seine tolle Truppe gefunden wäre der Con für mich doof geworden, so war es aber ein schönes Erlebnis und ich hoffe ich treffe die Reichensteiner mal wieder.


      Liebensteiner Mohnfest 2019 - 15.-17.11.2019 (Spießknecht Olivier Bulain)
    • Das schlimme ist: das Ceridentum ist heimtückisch.
      Irgendwann muss man sich arg auf die Zunge beißen um auf "Der Eyne weilet unter uns" nicht freudig "Zu allen Zeiten!" zurückzubrüllen. Da ist unser "Preiset die Heilige - Denn es ist recht sie zu preisen" geradezu harmlos gegen. Und alle Ceriden sind Missionare.
      ;)


      Liebensteiner Mohnfest 2019 - 15.-17.11.2019 (Spießknecht Olivier Bulain)
    • Der arme Renard! Allein in der Fremde gefallen, fernab seiner Freunde. Und dann auch noch ceridisch bestattet! Wie grausam! Ich glaube, ich werde mich die Tage mal in eine Ecke setzen und ein Weilchen um ihn weinen (sofern ich nach meinem Näh-Krampf noch Tränen übrig habe).

      Danke für den ausführlichen Bericht! Hat Spaß gemacht, den zu lesen!
    • Ach ihr seit doch auch Ceriden...ihr wisst das nur nicht wirklich
      Heiligenverehrung steht im Zentrum der Ceridenheit :kirche:

      :gruebel: .oO (hmm ich hätte an diesem gratis ceriden Gehirnwäsche
      Training lieber nicht teilnehmen sollen...blödes Freibier)
      Alle Menschen werden als Unikat geboren, doch die meisten sterben als Kopie

      Optik vor Praktikabilität...oder warum sollte ich sonst schales Bier trinken?!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sommerlund-Tim ()

    • Original von Sommerlund-Tim
      Ach ihr seit doch auch Ceriden...ihr wisst das nur nicht wirklich
      Heiligenverehrung steht im Zentrum der Ceridenheit :kirche:

      :gruebel: .oO (hmm ich hätte an diesem gratis ceriden Gehirnwäsche
      Training lieber nicht teilnehmen sollen...blödes Freibier)


      Ach DESHALB gabs da die ganze Zeit Freibier! 8o

      @Josiane

      Mal sehen. Er hat ja noch keine Hintergrundstory. Aber meine Hellebarde lasse ich sicher nicht verstauben. ^^


      Liebensteiner Mohnfest 2019 - 15.-17.11.2019 (Spießknecht Olivier Bulain)
    • Selbst auf dem Mythodea sind sie im misisionarischen Auftrag unterwegs.

      Ich ging mal zum Lokus, als mich zwei Cerriden-Lappen mit " Der Eyne weilet unter uns..." ansprachen.
      Aber die Antwort " auch auf dem Dixi!" fanden sie nicht so lustig.

      Spaßbefreite Bande. :hahaha:
      Müssen Neo-Ceriden gewesen sein.
      - Im Zitat faulenzt der Geist.-

      -Es ist nur ein Spiel.-
    • Da dümpeln so unglaublich viele Gruppen und Länder mittlerweile mit herum, das einige Gruppen nicht einmal mehr wissen, woher das eigentlich kommt und mit wem das zu tun hat. Ich hab neulich Leute getroffen die mit den Standart Augenkreuzen benäht waren und es "Szeridentum" aussprachen.Sie waren der Meinung es ist eine Form eine gewisse Spielphilo auszuüben.(grobes mittelalterliches Spiel-und Gedankengut)
      So als eine Art von Erkennungssymbol!
      Im Grunde stimmt das ja auch, denn Fantasyliebhaber wählen sich nun einmal nicht das Ceridentum, aber es zeigt wirklich das sich da viel neoceridisch verselbstständigt hat !
      Alle Menschen werden als Unikat geboren, doch die meisten sterben als Kopie

      Optik vor Praktikabilität...oder warum sollte ich sonst schales Bier trinken?!
    • RE: Castoso - Der Mühlenkrieg 17.06.-19.06.2011

      Original von de NemourDascon in Aturien (ich hoffe richtig geschrieben)

      Waaaah! Alles, nur nicht Aturien. :haue:

      Dascon ist das Herzogtum oberhalb Avarien.
      Wir haben den Platz des unbespielten Corengast eingenommen.
      nebellegenden.de/spielhintergrund/laender/landkarten.html
      ;)

      Schade, dass der gute Knabe tot ist. Hätte ihn gerne länger in meinen Diensten gehabt.
      Ulrich de Sevigny von Reichenstein
    • Okokokok, oberhalb Avariens...verdammt ich glaube ich habe das mit den beiden Spaniern verwechselt..die kamen aus Aturien. Aber jetzt weiß ich endlich auch, dass ihr zu Lyrien gehört...das ist alles nicht so einfach für einen toten Spießer!

      Und ich wäre gerne noch länger in den Diensten eines derart spendablen Ritters geblieben.
      ;)


      Liebensteiner Mohnfest 2019 - 15.-17.11.2019 (Spießknecht Olivier Bulain)
    • Original von Sally/Siefke
      Bin gespannt, wann Ulrich deine Witwe/Familie kennenlernt.
      Die werden richtig reich weiterleben. ;)

      Man hats ja. Immerhin ist Ulrich von Beruf Sohn. :hahaha:


      Öhm...nie. Renard hat seine Frau (und deren Liebhaber) aus dem Fenster geworfen, weswegen es auch keine Witwe gibt (Waisen mag es inzwischen geben..in aller Welt verteilt in diversen Häusern zweifelhaften Rufes)...was meinst du warum aus einem angesehenen Metzger ein Spießer wurde? Ok, das hat Herr Ulrich vielleicht nicht mitbekommen.
      :P

      Ich glaube aber Herr Ulrich würde sich prächtig mit Chevalier Victor Henri de Nemour verstehen *zeigt auf das Wappen links* der ist derzeit auch von Hauptberuf Sohn.
      ;)


      Liebensteiner Mohnfest 2019 - 15.-17.11.2019 (Spießknecht Olivier Bulain)
    • Original von de Nemour
      Öhm...nie. Renard hat seine Frau (und deren Liebhaber) aus dem Fenster geworfen, weswegen es auch keine Witwe gibt (Waisen mag es inzwischen geben..in aller Welt verteilt in diversen Häusern zweifelhaften Rufes)...was meinst du warum aus einem angesehenen Metzer ein Spießer wurde? Ok, das hat Herr Ulrich vielleicht nicht mitbekommen.
      :P

      Hab vieles nicht mitbekommen. Bei einiges Sachen hab ich mich gewundert und dann gedacht: "Wird schon stimmen. Der Tross regelt das."
      Als mir im Anschluss ans Con ein paar Geschichten erzählt wurden kam der Oha/Aha-effekt.

      Original von de Nemour
      Ich glaube aber Herr Ulrich würde sich prächtig mit Chevalier Victor Henri de Nemour verstehen *zeigt auf das Wappen links* der ist derzeit auch von Hauptberuf Sohn.
      ;)
      Man hats ja.
      Sohn zu sein ist super. Man kann einfach von Turnier zu Turnier gehen und wenn das Geld alle ist, dann geht man mal kurz bei Mutti vorbei.;)
      Ulrich de Sevigny von Reichenstein
    • Original von Sally/Siefke

      Hab vieles nicht mitbekommen. Bei einiges Sachen hab ich mich gewundert und dann gedacht: "Wird schon stimmen. Der Tross regelt das."
      Als mir im Anschluss ans Con ein paar Geschichten erzählt wurden kam der Oha/Aha-effekt.


      Hat der Troß ja auch ganz gut gemacht. :>

      Original von Sally/Siefke
      Man hats ja.
      Sohn zu sein ist super. Man kann einfach von Turnier zu Turnier gehen und wenn das Geld alle ist, dann geht man mal kurz bei Mutti vorbei.;)


      Ja, hm ich glaube derzeit ist papa ganz froh wenn Sohnemann nicht zu Hause ist und gegen den Herzog und seine Steuereintreiber wettert. Außerdem soll der sich mal die Hörner abstoßen, bevor er standesgemäß verheiratet wird. Nur gut, dass es da bisher noch keine Frau in Aussicht gibt, die den haben will. :>


      Liebensteiner Mohnfest 2019 - 15.-17.11.2019 (Spießknecht Olivier Bulain)