Bretonien - House of Lords

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    • Bretonien - House of Lords

      Mein kurzer Con-Bericht nach der Abstinenz vom larp.

      Location: Burg Hessenstein
      Con: 4 Tage, Teilverpflegung, angepriesen als "Zusammenkunft der Ritter (Hofhaltung) mit "knitterfreier Tanzkleidung" (Kämpfe

      OT:
      Auf der Burg angekommen kam ich schnell zu meinem Zimmer, dank der bereits anwesenden Vexiner (Willi, Chris, Jörn). Ansonsten habe ich nichts von einem CheckIn oder dergleichen gesehen oder mitbekommen. Für mich war es schon direkt so viele bekannte Gesichter in Form der "Wehr" oder auch bretonischen Ritterspielern wiederzusehen. Es fühlte sich direkt "heimisch" an.
      Die störenden Elemente der Burg hat die Orga durch Tücher über den Lampen, Abkleben der Bewegungsmelder, etc. schön gelöst und es gab en masse LED-Kerzen für die Flurbeleuchtungen. Hat mir gut gefallen.
      Wir hatten an unserem Zimmer ein eigenes WC mit Dusche, also Luxus pur, auch wenn wir in der Dusche hauptsächlich andere Dinge gemacht als zu duschen.
      Es gab eine gute Menge an NSC, ich denke so 15 etwa, die gerade in ihren Rollen auf der Burg schön zur STimmung und Plotentwicklung beigetragen haben. Mir hat es Spaß gemacht, mit dem Gesinde zu spielen.
      Das TimeIn nach der wirklich belanglosen Ansprache war sehr enttäuschend. "Schließt bitte alle die Augen......macht sie wieder auf!" Ihr seid da wo ihr gerade steht." Puhh...war schon übel, da ich zB mit meinem Bier in der Hand aufm Hof stand und eigentlich separat, die Vexiner suchend anreisen wollte. Leider war ich direkt in ein Gespräch verwickelt.
      Man war also auf der Burg und es gab plötzlich Angriffe in der Nacht. Erst die üblichen bretonischen Aufständigen, dann anscheinend Kultisten. Mehr dazu unten. Es gab also immer mal wieder Angriffe und auch im Laufe der Tage mal Geiselnahmen im Wald usw.

      Es sollte am Freitag einen Maskenball nach einem alten Volksfest dem "Glühwyrmfest" geben. Tolle Idee, in der eMail vorher stand auch, dass es die Möglichkeit zum Masken bauen geben wird. Vor Ort gab es dann aber weder einen ausgehängten Zeitplan ala Hofhaltungen oder konkrete Ansagen dazu vom Haushofmeister. Geschweige denn etwas Stimmung in der Belegeschaft, den anwesenden bretonischen SCs oder Hintergrund zu diesem Fest. Die Sachen zum Masken bauen haben wir nachmittags zufällig gefunden. Sehr schade.
      Es gab einen inoffiziellen Raum für das Gesinde, was schön war, allerdings auch immer nur so lange cool, bis eine Herrschaft herein kam. Ich hätte mir hier einen ausgewiesenen Gesinderaum gewünscht.
      Der Maskenball war lustig im Sinne von chaotisch. Insgesamt sehr witzig in seiner Absurdität wie sich alles durchmisch an Volk und Adel. Hier wurde in meiner Wahrnehmung aufgrund der oben beschriebenen Dinge, wirklich viel Potential für einen fantastischen, mystischen Festakt vergeben. Es war etwa so, wie in einer Dorfdisko, nur dass alle Masken auf hatten und die Städter deshalb keine Angst vor den Dorfbullys haben mussten.
      Das HoL dann selber erinnerte eher an Monthy Python und war unterhaltsam. An vielen kleinen Stellen fehlte mir hier aber wieder die Liebe zum Detail, um es schön zu machen. Keine richtige Tischordnung, Gäste müssen wahllos rumstehen, Bierflaschen am Tisch, wenig Licht, usw..

      Die zwei "Plots" also das HoL und diese Angriffs-Morgana-Sache passte nicht stimmig zusammen und behinderte sich regelrecht gegenseitig. Zum Einen da es an vielen Stellen unlogisch war, zB dass der Gastgeber des HoL auf seiner eigenen Burg keine Wachen hat?? Und zum Anderen zerstörte der jeweilige Strang die Stimmung des anderen.

      Ein toller Moment war tatsächlich das Auftauchen Morganas beim HoL in einem "Timefreeze" ausgelöst durch plötzlich eingespielte Musik und blaues Licht. Hat mir eine Gänsehaut bereitet und war toll gespielt.

      Richtig spooky war am Samstagabend einer der bretonischen Ritter, der anfing göttlich zu werden und Leute zu segnen. Absoluter Quatsch, Stimmungstötend und nur nerviger Telling-Kram. Puh, war das übel. Und er hat es einfach gemacht.

      IT:
      HoL auf der Burg von Ritter Ingwer, der nur wenig Leute auf seiner riesigen Burg hat.
      Angriffe von Aufständigen, dann von Kultisten, ein Geist in der Burg und das passende Amulett dazu am Gürtel einer Magd, dazu ein Stein mit einem Schwert drin.
      Am Ende tauchte der Sohn von Morgana le Fey auf und konnte nur in einem Zweikampf von einem bretonischen Ritter besiegt werden. Morgana kommt ins HoL hereingeplatzt und nimmt den Gral. Zerbricht ihn und verteilt 15 Stücke im Land. Auf, auf, zur Queste.
      Maskenball aka Volksfest und HoL waren die Programmpunkte für eine Anwesenheit der Herrschaften.

      Es war wirklich eine Ausschlachtung der Arthus Sage, leider.

      Fazit:
      Ich hatte sehr viel Spaß, dank der NSCs und den anwesenden Spielern. Ein toller Termin in der Konstellation, um wieder mit dem larpen zu beginnen. Ich persönlich habe mir aber von der Veranstaltung mehr versprochen an Ambiente, Spielkonsistens, Plottiefe und vor allem IT-Struktur.



      Spießer mit Herz!