Adrak 8 - Dunkle Zeiten oder Gekotzt wird nachts

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Adrak 8 - Dunkle Zeiten oder Gekotzt wird nachts

      Nurmal vorweg: ich hatte viel Spaß! Der Titel ist keine Meckerei, sondern mein persönlicher Eindruck, dass mit zunehmendem Alter nicht unbedingt spießbürgerliche Vernunft Einzug hält. *g*

      Das meiste, was Location oder Amiente angeht kann man 1:1 vom letzten Jahr übernehmen: Adrak 7 - Kampf um ne Sandgrube

      Szenario: Letztes Jahr haben wir die Silberberger vertrieben aus Adrak, jetzt geht Adrak zum Gegenangriff nach Silberberg und die Spieler sind Teil und quasi Hilfstruppen der Nachhut/Flanke des größeren Heeres, das vielleicht eine Tagesreise oder so entfernt ist.

      Spieler und Plot:
      Die Vexiner waren Chevalier Noel de Bedion mit Waffenknecht Alfons Weiberbold, der vexinische Beamte Gallion mit Spießer Olivier de Bulain und Magd Josiane im Schlepptau, sowie später äh..Jasiba (?) (auch bekannt als Sansibar oder Simsalabim; wunderbar verkörpert durch Johanna/Jin) als Knappin von Herrn Coconut (oder Gorgonat *g*) auf Durchreise mit kurzzeitiger Unterstellung zu de Bedion und der vexinische Chronist Etienne (der wohl nicht viele Freunde im vexin hat, dass er mit einem Empefhlungsbrief in die Fremde geschickt wird, der auch einer Verbannung gleichkommt auf (möglichst kurze) Lebenszeit). Zusammen waren wir ein recht schönes Lager, wenn auch etwas mit Sitzplätzen unterbelegt (dem wurde mit Bänken vom Reitplatz ausleihen abgeholfen).

      Bei den anderen Spielern konnte man auch schöne bis typische Abenteurer-Lager sehen; dabei ragten jeweils auf ihre Weise einige Larprömer (sehr schönes Exerzieren und erfreulich ungerüstete frührömische Darstellung, ausbaufähige Kleidung) ebenso hervor, wie die Tatsache, dass es kaum Magieanwender gab (bis auf ein paar "ich kann Magie spüren und nen Feuerball werfen..mehr kann ich nicht"). Das war auch ein bisschen der casus knaxus, denn da letztes Jahr viele Magier und kaum Magieplot da war kündiogte die SL diesmal mehr Arbeit für die Magier an..nur gab es die praktisch nicht und so erlebt man mal richtig, was es heißt wenn ein Problem nicht mit dem Schwert lösbar ist. Man war teilweise nciht mal in der Lage überhaupt den derzeitigen Status des Landstriches wirklich herauszufinden (eine Hexe, die Leute in Bäume verwandeln können soll und für die Silberberger arbeitet, verdorrtes Land, ein Schwert im Boden, das irgendwas magisches festhält), um daraus eine Strategie abzuleiten.

      Ich als einfacher Spießer bekam sowieso ausserhalb von Kämpfen wenig mit, aber schon, dass wir immer mehr von den Silberbergern vermöbelt wurden. Ich konnte zum Schluß (Achtung Badnwurmsatz folgt), nach diversen, mitunter eigentlich tödlichen Verletzungen (wenn ein Spießer sieht wie eine Knappin versucht drei Gegner anzugreifen und er dazwischen geht, zwei erledigt udn dann fast verlutend den dritten, der die Knappin als geisel genommen hat, noch hinterrücks niedersticht, ehe er umkippt [und die Knappin sich gleich wieder als Geisel nehmen läßt] am Boden liegend von anderen "Gehört der zu uns?" "ich glaube nicht..."-Spielern noch eine verpasst bekommt, waren schon Klerikale Sofortmaßnahmen nötig) kaum noch keuchen konnte und nur noch humpeln. Ähnlich erging es sämtlichen Spielern.

      Da dann auch noch ein Wechsel in der obersten Heeresleitung stattfand (Familienzwist führte zu Degradierung aus dem Ritterstand) und die gefundene Kompromißlösung "Frau führt Lager, aber Mann führt auf ihre Anweisung hin Kämpfer" dazu führt dass "prince petite bleu" erst befehlswidrig und eigenmächtig handelt (dabei seine direkt geführte Einheit für ein Himmelfahrtskommando einsetzt und aufreiben läßt), dann zurücktritt und von Anhängern des ursprünglichen Heermeisters (zurecht wegen Feigheit vor dem Feind und unabgesprochener Kapitulationsverhandlungen mit dem Feind) vermobbt wird, und die Dame auch zurücktritt, damit zwischenzeitlicher Heerführer (Knappe des ersten Heermeisters) wieder das Heer anführt, kann das nicht unbedingt der notwendigen einheitlichen Koordination der Kräfte förderlich sein.

      Entsprechend schwierig war es manchmal für mich auf die Zunge zu beißen anstatt laut herauszubrechen bei der üblichen Anführerversammlung in nemourscher Art und Weise.

      Für mich bleibt: der de Bedion ist ein armer, aber warmherziger Ritter der sogar sein Pferd für einen Spießer verpfänden würde und Trigardon ist noch barbarischer als Olivier dachte sowie trigardonische Frauen männerverstümmelnde, lebenslustige Kämpfernaturen. Ein Highlight war der Sporenklau (Gemeinschaftswerk mit der Knappin) für zwei Silberstücke und das Spanferkel Samstag abend (köstlich). Der regen hätte wegbleiben können!

      Ich freue mich auf Adrak 9!

      P.S. es war einer der ersten Cons als Vexiner überhaupt für mich auf dem es keinen Nua-Tee gab...entsetzlich! Darf nicht wieder vorkommen! Trotzdem gab es ausgiebige Kopfschmerzen (besonders Samstag früh). ;)


      Liebensteiner Mohnfest 2019 - 15.-17.11.2019 (Spießknecht Olivier Bulain)